Jetzt, da alle ihre Eier wieder gefunden haben…

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Das grosse Fressen ist erstmal vorbei. Weihnachten, Silvester, Fasnacht(sküchle) und jetzt auch die Ostereierei – geschafft! Unsere Bäuche sind geweitet für die restlichen sieben Monate von 2018, die Fettreserven gefüllt, die Konten leer (wie sonst auch, aber im 1. Quartal ist meist noch eine Steigerung der Leerheit möglich). Also alles bereit, um uns an die guten Vorsätze zu erinnern. Welche waren das noch gleich? Vergessen. Liste verlegt. Upps.

Als hätte sie auf ihren perfekten Einsatz gewartet, fiel mir da gestern eine Gute-Vorsätze-Liste aus dem Jahr 2011 in die Hände. Super, sie ist noch topaktuell 🙂 Sicher hatte ich sie am 3. Januar 2011 in diese Kiste gesteckt, wo ich sie nun wieder (jungfräulich) rausgefischt habe. Wenn ich mir anschaue was da so draufsteht, in feierlicher Neujahrsschrift, voller Hoffnung, Motivation, Energie und…. ist das hier etwa ein Chips-Fett-Fleck in der Ecke?! … muss ich gerade an diese immerwährenden Kalender denken. Memo an mich: eine immerdar-Vorsätze-Liste erstellen!

Ich korrigiere schnell die Überschrift 20118 und überfliege ob ich zwischenzeitlich etwas streichen kann. Oh ja, so Einiges 😀 Nicht, dass ich es erledig hätte, haha, es hat sich eher von selbst erledigt beziehungsweise interessiert es mich nicht mehr. Die Evergreens der Liste lächeln mich etwas fies an, als wollten sie mir sagen „na, wird das noch was?“. Ich lächle zurück mit einem an-gepeinlichten „eher nicht“.

Mein Blick wandert rüber zu den Resten der (Schoko)Ostereiern. Alles klar, ich picke mir jetzt mal einen Punkt der Liste raus, stopfe mir (! um 7:42 Uhr) ein Eierlikör-Ei in den Mund, und packe das Thema an. Man sollte viel öfter Eier haben (das beinhaltet auch die aus Eierlikör, die sollte man ja sowieso das ganze Jahr über haben).

Früher sind wir, mit nem Körbchen ( Oma: „Doo nimms Kärwl mit“) bewaffnet, durch die ganze Nachbarschaft getingelt um den Has zu scheuchen (jagen). Beim Suchen gab es meisten noch Kaba und Kuchen und, das Wetter war oft schlecht und der Hase hat dann alles im Haus versteckt, man hat gleich noch die gesamte Bleibe der Nachbarn unter die Lupe nehmen können. Die Eier waren also eher der Vorwand, um mal bei den Nachbarn nach dem Rechten zu schauen. Haben sie auch die Tischdecken akkurat gebügelt, die Kissen aufgeschüttelt? Stand da etwa ein neues Sofa? Der neue und alte Klatsch und Tratsch wurde ausgetauscht während ich in Blumentöpfen, Kaffeetassen und auf den Schränken nach Eiern wühlte. Ich trug also mein Kärwl mit frisch gelegten Eiern und ein paar anderen Leckereien nach Hause und Oma war wieder up to date was in der Nachbarschaft so los war.

Und so läufts doch! Der Weg ist das Ziel. Also auf dem Weg zu den Eiern (dem To Do der immerwährenden Liste) bekommt man die wirklich wichtigen Informationen mit. Gratis. Drum sollten wir uns endlich mal einen Punkt rauspicken, in unser Kärwl legen und schauen was auf dem Weg dorthin so alles passiert.

Aus den Eiern hat Oma übrigens einen Kuchen gebacken und die Nachbarschaft zum Kaffee eingeladen. Schließlich sollten auch sie alle wissen, dass die Vorhänge frisch gewaschen und gestärkt waren, die neusten Familienfotos an den Wänden hingen und sie im letzten Winter in Florida in den Ferien war.

In diesem Sinne – greift nach eurem Kärwl und ran an die Eier!

 

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