Von Exklusiv-Infos, verworfenen Vorsätzen und neuen Projekten

Ein neues Jahr. Ein neuer Januar. Eine neue Chance, wieder sexy, fit und krass zu werden. Wobei … seit ich die 40 überschritten habe, wird mir in den sozialen Medien gar nicht mehr vorgeschlagen, dass mich im Januar jemand sexy, fit und krass machen will. Diesen Rahmen des Möglichen habe ich wohl verlassen. Stattdessen werden mir Brillenwerbung, Streaming-Neuheiten und Erinnerungen an die 80er und 90er angezeigt. Hmmm … also sollte ich, statt mich sexy, fit und krass zu machen, einfach auf dem Sofa sitzen bleiben, die Golden Girls schauen und mir dafür eine neue Brille zulegen? Was will mir der Algorithmus da mitteilen?

Da das Internet beschlossen hat, dass der Zug zu meiner ultimativen Transformation nun abgefahren ist, habe auch ich ein paar meiner Vorsätze für 2025 über Bord geworfen. Eigentlich habe ich das bereits am 1. Januar getan – Vorsätze sind einfach nicht meins (und damit bin ich glücklicherweise auch nicht allein). Also: keine gesündere Ernährung, keine Spaziergänge an der frischen Luft und auch kein tägliches Bauchmuskeltraining und Yoga für mich. Den Vorsatz, hier jeden Sonntag einen Beitrag für euch zu schreiben, habe ich mir gleich ganz geschenkt. #wirwollenjamalrealistischbleiben

Aber ich kann euch erzählen, dass das Home-Office-Laufband eine coole Sache ist. Etwas treffungenau, wenn es um Maus-Klicks geht, aber sonst wirklich empfehlenswert. Allerdings hat auch das schon Staub angesetzt in den letzten Wochen, da ich mehr an meinem Kreativ-Schreibtisch sitze. Ja, ich habe zwei Schreibtische. Man sollte Arbeit und Vergnügen trennen. Die letzten Wochen sass ich also oft an diesem Zweittisch, um an meinem Buch zu schreiben, das (Trommelwirbel bitte) am Mittwoch hochgeladen werden soll – zur Veröffentlichung. Ich schreibe „soll“, da man bei der Technik nie so genau weiss, ob es klappt oder ob beim Klick auf den „Veröffentlichen“-Button nochmal zehn weitere Schritte folgen, für die ich erneut drei Wochen benötige. Solche alles entscheidenden Klicks kann ich natürlich nicht auf dem Laufband machen. Ruckzuck verrutscht die Hand, und ich habe meine Seele an Amazon verkauft.

Aber zurück zum Buch: Es hat 17 Kurzkapitel, einen Hardcovereinband und nimmt an einem Wettbewerb teil – dem Thalia-Storyteller-Award. Die Form des Buches ist vorgegeben, der Inhalt frei. Leider ist auch der Preis vorgegeben – ich würde es euch gerne viel günstiger anbieten, aber da habe ich kein Mitspracherecht. Denkt aber daran, dass ihr mich mit eurem Kauf unterstützt, wofür ich euch seeeehr dankbar bin. Dafür müsst ihr mich einmal weniger auf eine Pizza einladen. 😉 Werbung Ende

Da ihr hier mein wichtigstes Publikum seid, verrate ich euch noch mehr. Kommt näher, ich muss flüstern – das soll sonst noch keiner wissen. Der Titel lautet „Ja, sehr gerne!“, und es handelt von ein paar fragwürdigen Erfahrungen im Gastgewerbe. Ich wollte etwas Lustiges schreiben, etwas zum Schmunzeln, etwas zum Kopfschütteln. Und ich bin gnadenlos gescheitert. Denn die Erinnerungen, die mir beim Schreiben gekommen sind, waren nicht mal annähernd lustig. Auch nicht im Nachhinein betrachtet (naja, manche davon vielleicht). Tatsächlich waren sie eher schockierend und traurig, und ich erinnere mich daran, dass immer, wenn ich in so einer unlustigen Situation gesteckt habe, mein Trost war: Irgendwann werde ich es aufschreiben. Ich bin nicht die Bild-Zeitung oder der Blick (für euch Schweizer hier). Ich erzähle mit Anstand, aber der Skandal steckt zwischen den Zeilen, und IHR werdet ihn erkennen. Es ist nur ein kleiner Auszug aus meinen Geschichten, vermischt mit etwas Dramaturgie. Ihr erfahrt es, sobald das Buch online und bestellbereit ist!

Dieses Projekt habe ich nicht allein durchgestanden. Micky und Andrea, meine Schreibqueens, waren mit von der Partie. Wir waren unsere gegenseitigen Cheerleader, Testleserinnen und Kritikerinnen. Zwischen uns liegen 850 Kilometer, und die Zoom-Leitung ist heissgelaufen bei unseren wöchentlichen Meetings.

Und dann gibt es noch zwei neue Projekte bei mir, von denen eines aber noch top-secret ist. Ein Grund für euch, dem nächsten (oder übernächsten) Beitrag entgegenzufiebern. Aber das zweite kann ich euch verraten: Ich schreibe schon wieder ein Buch. Heeee, wer verdreht da die Augen und gähnt? Ja, sorry, ich sagte ja schon: Die Zeiten von sexy, fit und krass sind durch. Wobei … sexy und krass könnte es schon werden. Ich mache bei einem Projekt eines schweizerischen Vereins mit, bei dem man in nur 17 Wochen sein eigenes Buch schreibt und dann zwei wunderschöne, gedruckte Exemplare im handgebundenen Leineneinband nach Hause geliefert bekommt. Es ist eher ein Experiment als ein Projekt, denn neben meinem Alltag noch so viel zu schreiben, wird definitiv eine Herausforderung der anderen Art. Und Hürde Nummer eins ist gerade die schlimmste: WORÜBER soll ich denn schreiben? Ich habe ein Brainstorming-Cluster gemacht, und darauf stehen zehn mögliche Themen, die alle gerne einmal von mir zerlegt werden wollen. Mit Entscheidungen hab ich‘s ja nicht so (wem ist das hier neu?), was dazu geführt hat, dass ich nur noch 16 Wochen Schreibzeit habe und noch immer kein Wort geschrieben ist. Ich liebe die Herausforderung – früher eben in Form von ständigen Umzügen und Jobwechseln, heute kreativ.

So, das war es mal wieder von mir. Heute viele News, etwas Werbung, kein Erinnerungsgeplänkel wie sonst und auch fürs Litamin-Schaumbad war noch keine Zeit dieses Jahr. Lasst mich doch mal wissen, wie euer Jahresstart war! Hat euch jemand angeboten, euch sexy, fit und krass zu machen? Schlagt zu, das Angebot endet meistens am 31.1. – dann folgt die Fasnachtszeit, die einen eher atemlos, blau und peinlich macht.

Happy Sunday,
Eure Effi

Und euer heutiges Schlaflied: Luxury (Dax Project) von meiner Neuseeland-Playliste … Grüsse an die zwei Schweizerinnen im Juicy-Camper, die gerade die Südinsel unsicher machen. Da in Neuseeland gleich 8 Uhr am Morgen ist, ist es nicht wirklich ein Schlaflied, sondern eher ein Kick aus dem Bett. 😉

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