Von Nebel, Deutsch-LK und Lieferupdates

Es ist 9.20 Uhr am Freitagmorgen (bei euch ist schon Sonntagabend, ich spreche zu euch aus der Vergangenheit) und ich weigere mich, das Licht einzuschalten. Seit Wochen diese Dunkelheit, es ist zum Einschlafen. Beziehungsweise ist es zum Im-Bett-bleiben, wäre da nicht der Stapel Arbeit und die immerwährenden To-Do-, Ta-Da- und Do-Death-Listen würde ich das auch tun. In Winterschlaf verfallen und erst im April aufstehen, wenn die Sonne auch mal wieder den Weg zu uns gefunden hat. Eigentlich müsste ich nebel- und graupel-immun sein, denn als Rheinebenenkind waren die Winter immer so trübe – bitte korrigiert mich, wenn das mal wieder eine Fake-Erinnerung ist. Aber gefühlt lag Kääähl immer in einer Dauer-Nebelschleife von Oktober bis März. Der Rhein und die Kinzig sind schuld! Und hier, in Sugiez, sind der Broye-Kanal und der Murtensee schuld an der Wintersuppe. Am Wasser zu leben ist also cool im Frühling, Sommer und Herbst, aber äussert uncool im Winter. Aber jetzt Schluss mit dem Gejammer, denn bald fliegen wir ja aus dem Nebel …ähm …in den nächsten Nebel. Den Themse-Nebel. Ein lautes „Hahahaha“ an dieser Stelle, denn während ich das schreibe, wird mir das erst klar, dass es in London ja bestimmt auch feucht-düster sein wird. Aber egal, denn es ist London. Dort hat der Nebel einen besonderen Jack-the-Ripper-Charme. Ausserdem gibt’s Burger an Heiligabend, und Shopping am Boxingday. Nebel? So what!?

Amazon hat gerade meine Lieferung aus UK upgedatet. Verladen in Basel. Das klingt vielversprechend. Womöglich sollte ich einfach umziehen nach UK, wenn ich dort sowieso ständig bin und wenn gerade nicht, ich mir Sachen von dort bestelle (was wenig Sinn macht bei den Preisen). Aber Amazon DE hat sich geweigert mir mein Weihnachtsgeschenk-an-mich-selbst in die Schweiz zu liefern (Nein, es ist nichts Illegales oder Perverses! – was ihr wieder gleich denkt …). Aber ich verrate es erst in meinem nächsten Beitrag, wenn es wirklich angekommen ist UND sich als brauchbar erwiesen hat. Die Chance, dass es mal wieder Schrott ist, was ich mir da in den Warenkorb geschoben habe, ist ja ziemlich gross. Also werde ich heute und morgen sehnsüchtig auf ein Klingeln von der Post warten und dann hoffen, dass das Ding bereits aufgebaut kommt, denn sonst könnte da ein neues Problem auf mich zukommen: Aufbauanleitung lesen und verstehen. Keine meiner Topqualitäten. Drückt mir die Daumen!

Im Übrigen schreibe ich gerade an einem Buch für einen Schreibwettbewerb. Seit Jahren nehme ich mir das jeden Januar vor, dass ich bis zum Abgabetermin im März meine Arschbacken zusammenkneife und es durchziehe. Und jetzt habe ich, dank meiner beiden Schreibbuddies (-buddinnen? Oder wie könnte die weibliche Form von Buddies heissen?) ein wöchentliches Zoom-Date mit Schreibzielen, Austausch und (was mich betrifft) Snacks. Als hätte ich es nicht schon gewusst, aber mit Druck geht eben alles viel besser 😉 Es gibt Wochenziele, andere lesen für mich das Kleingedruckte und wir haben eine Deadline. So klappt das dann auch endlich wieder mit dem Schreiben bei mir. Also wie bekomme ich die beiden Damen jetzt dazu, dass wir nach der Deadline weitermachen mit unserem Schreib-Bootcamp, damit ich endlich meinen Roman beende, neuschreibe, an Verlage schicke oder was auch immer ich damit tun werde?

Aber zurück zum Schreibwettbewerb: Das Buch ist ein Büchlein mit 80 Seiten. Also nicht gerade die Blechtrommel oder ein anderer fetter Wälzer (welche ich nie gelesen habe – ja, ich hatte mal Deutsch-LK und ja, ich hatte grossen Mut zu noch grösseren Lücken). Das Buch, das wir da schreiben, jede natürlich ihr eigenes, ist eher sowas wie die Zehe mal in den Baggersee halten und schauen, ob das Wasser was zum Schwimmen wäre. Ich habe mir ein Thema ausgesucht, bei dem ich was zu erzählen habe, aber es so kurzhalten kann, dass ich nicht alles verraten muss. Also wer gut darin ist, zwischen den Zeilen zu lesen, wird dennoch viel erfahren. Oh, das klang jetzt aber rätselhaft, hm? Ich bin schon ganz verliebt in mein Cover, auch wenn das täglich 27 neue Gestalten annimmt, wegen über Nacht eingetroffener Neuideen. Aber der grobe Entwurf steht und der ist verdammt hübsch. Die Kapitel sind so weit auch fertig, bis auf das letzte, denn … es könnte auch einen Band 2 und 3 geben (was für Inhalt, Titel und der Anzahl meiner Coverentwürfe durchaus Sinn machen würde). Daher muss ich mir überlegen, wie Band 1 enden soll (auch für den Fall, dass ich nicht weiterschreibe). Das Buch wird überall erhältlich sein, vor allem aber bei Thalia, denn der Wettbewerb ist von denen. Also supercool wäre natürlich, ihr bestellt euch euer Exemplar alle bei Thalia. Dann wandere ich dort nämlich im Verkaufsrang nach oben und …wer weiss … (man darf ja auch mal träumen). Seht es als Investition in mich und in meine zweite Lebenshälfte, denn ich fände es schon ganz schön geil, wenn ich ab 50 dann vom Schreiben leben könnte (und dann bekommt ihr die künftigen Bücher auch gratis mit Signatur, damit ihr sie auf dem Schwarzmarkt zu Geld machen könnt). Deal? Den Titel und einen Blick aufs Cover bekommt ihr in einem der nächsten Beiträge (eher im Übernächsten, falls es noch einen Beitrag aus London gibt). Aber soll ich schonmal verraten, worum es geht? Soll ich??? (Leute, hier fährt schon zum dritten Mal der DPD vorbei. Der sucht mich bestimmt, ich muss mal winken).  Ach so, zurück zum Buchinhalt. Nö, ich sag’s noch nicht. Das wird hier heute sonst zu lang. Aber machen wir es doch wie Stranger Things 5 und machen daraus einen Teaser mit Wörtern, die noch mehr Fragezeichen auslösen. Wenn mein Buch ein Blogbeitrag wäre, hätte es den Titel: Von Schwarzwald-Cholerikern, Inselschnupfen und Popel-Pablo.

…womöglich sollte ich das Buch noch umbenennen, das wäre ein interessanter Titel 😊

Falls wir uns nicht mehr lesen (apropos lesen: Schreibt mal was in die Kommentare!) wünsche ich euch frohe Weihnachten! Spätestens Twixmas lest ihr von mir, das ist die beste Schreibzeit im Jahr. Und jetzt wünscht euch noch Last-Minute-Thalia-Gutscheine damit das was wird mit unserer gemeinsamen finanziellen Sicherheit ab 2030.

Mein Sonntagabend-Song für euch: Merry Christmas, Kiss My Ass (All Time Low) – und falls jemand dazu trainieren will, passt er super zu sämtlichen Trizeps-Übungen mit Scheibe, Stange und Step (ich sags ja nur).

Hier darfst DU was schreiben!