2018 erfüllte seine Arbeit zur vollen Zufriedenheit

Die Schreibhöhle

Guten Morgen in die Runde der treuen Leser(atten)schaft. Schön, dass es euch auch ohne Adventskalender noch mal, oder vielleicht gerade wieder, zu mir verschlägt.

Heute feiern wir den letzten Tag von 2018. Oder feiert man den Start von 2019? Das kommt ja vielleicht darauf an, wie 2018 sich so angestellt hat. Vielleicht war es so gut, dass es noch nicht gehen sollte. Wir wissen ja alle „es kommt selten was Besseres nach“.

Ich liebe letzte Tage. Drum hatte ich wohl auch schon so viele 😉 Man weiss einfach, was man hat bzw. hatte. Die Karten sind gegeben, der Käs`ist gegessen (ach ne, der kommt erst heute Abend zum Einsatz). Man kann auf etwas zurückblicken und entscheiden ob es gut war oder ob es besser ist, es überstanden zu haben. Das sollte man auch recht schnell entscheiden, denn je mehr Gras über eine Sache wächst, desto mehr wird es zu „hach, eigentlich war es doch ganz schön“ – ihr wisst ja, der Bildschirmschoner im Gehirn schaltet sich dann ein und vermasselt die klare Sicht.

In wenigen Stunden verlässt 2018 uns also und macht Platz für seinen Nachfolger 2019. Über 2018 kann ich nur Gutes sagen. Tolle Dinge sind für mich entstanden. Neue Interessen, neue Leidenschaften, neue Ideen und dazu haben sich noch tolle Menschen angeschlichen, die ich 2019 hoffentlich öfter sehen werde. Ich mag immer mehr Käse und habe jetzt sogar festgestellt, dass Wirsing eine leckere Sache ist. Manchmal brauche ich eben etwas länger, es hat auch fast 38 Jahre gedauert fest zu stellen, dass Lesen Spass machen kann.

Das Jahr hat mich an schöne Orte (zurück)gebracht wie in mein geliebtes Bayern, mein inspirierendes Irland und natürlich regelmässige Abstecher in die Ortenau. Meinen Lieblingsort seht ihr auf dem Foto oben: meine Schreibhöhle. Der Start der „Intensivklasse Schreiben“ war die beste Idee seit der Hochzeit (und wäre ohne diese auch gar nicht Zustande gekommen da man(n) mich immer zum Glück zwingen muss – danke an meinen hartnäckigen Mann „looos, jetzt melde dich da an!“). Das Beste, was die Schreibklasse vorgebracht hat ist eine Freundin, die genauso verrückt ist im Oberstübchen wie ich. „Wärm` mir den Platz neben dir für 2019 schon an, ich komme mit dem Hoverboard angeflogen“.

Natürlich war nicht alles in Glitter getunkt, dann wäre es nämlich ein Traum gewesen und ich müsste jetzt aufwachen und feststellen dass ich aufstehen muss (und das hatte ich vor `ner Stunde schon). Mein Rücken hat mir klar zu verstehen gegeben, dass er nicht länger dabei sein möchte, wenn ich die Pumpstange wild durch die Luft schleudere, oder wie es der Physio sagt „hektisch-schnelle Bewegungen, schlechtestenfalls noch drehend, mit Gewicht, sollten sie definitiv streichen“. Kann jemand Pump für mich umschreiben? Vielleicht eine 38+ Version zum Musikantenstadl? Halllooooo Neuseeeland? Könnt ihr mich hören? 😦

Noch habe ich die Stange aber nicht an den Nagel gehängt (der würde ja auch aus der Wand fallen), ich bin noch dran an Lösungsfindungen bzw. schaue ich mal, was die Reha-Ärzte dazu meinen. Ja, 2019 geht`s mal eben in „Zwangsferien“, aber da der Laptop, und teilweise der Mann, mit können ist alles gut. So lerne ich dann auch wieder eine neue Ecke der Schweiz kennen (noch mehr Käse) und kehre zurück zu einer gähnenden Leere auf dem Konto. Habt ihr schon mal ein Hotel für 2 Wochen im Schweizer Skigebiet während der Skisaison gebucht?

Da ich jetzt zur Arbeit muss, und um 10 Uhr meine Abschlussvorstellung auf der Bühne in Kerzers haben werde (heul), verlasse ich euch schon wieder. Ich hoffe euer Jahr war schön und kann vielleicht von 2019 sogar noch getoppt werden, denn der Spruch „es kommt selten was Besseres nach“ wird überbewertet. Es kommt das, was man daraus macht.

Lasst die Korken knallen, esst Käse (aber den guten aus der Schweiz!) und grüsst morgen früh euren Kater von mir.

Auf ein erlebnisreiches und tolles 2019 – Eure Effi und Erika