Türchen Nummer 14

14. Dezember
14. Dezember

Erika liest – Folge 3

Neuer Lesestoff für die Feiertage!

Zwischen den Jahren finden viele von uns endlich die Zeit dafür, mit einem Buch, eingewickelt in eine kuschelige Decke, Tee und die Reste der Weihnachtsbäckerei neben sich auf dem Tisch versammelt, einfach nur zu sein. Keine Termine, keine Arbeit und ihr wisst ja, zwischen den Jahren darf auch keine Wäsche gewaschen werden. Wenn das nicht erlaubt ist brauchen wir uns auch nicht die Mühe machen Staub zu saugen oder endlich mal den Kühlschrank ab zu tauen. Nein, in diesen Tagen sollten wir uns Nichtstun zugestehen.

Damit auch eure Denkfabrik eine Pause bekommt, nach plus-minus 360 Tagen hat sie sich das auch endlich mal verdient, habe ich was für euch. Eine Trilogie (ihr habt ja nichts anderes zu tun). Jetzt mal keine Angst, es ist weder anspruchsvoll zu lesen noch muss euer Oberstübchen all zu viel damit arbeiten – ich habe euch ja Pause versprochen.

Durch Zufall bin ich über eines der Bücher von Conni Lubek gestolpert. Es lag auf dem Stapel der Mängelexemplare, meiner Lieblingskiste, überall wo es Bücher gibt. Findet ihr das Wort Mängelexemplar nicht auch unendlich traurig für ein Buch. Da schreibt sich jemand über Wochen oder Monate die Finger wund, findet endlich einen Verlag der so gnädig ist, es zu drucken und dann endet dieses Buch nach ein, zwei Jahren als Mängelexemplar ohne einen erkennbaren Mangel. Regelmässig rette ich solche Exemplare, indem ich sie mit nach Hause nehme, wo sie einen schönen Platz im Regal bekommen.

Hier also Erikas Tipp für lustig-leichten Lesespass zwischen den Jahren:

Erika liest Conny Lubek
Erika steht auf Curd Rock!

Wie die Titel „Anleitung zum Entlieben“, „Entlieben für Fortgeschrittene“ und „der beste zum schluss“ unschwer erkennen lassen, handelt es sich um „Frauenliteratur“. Heisst das so? Politisch korrekt? Es gibt eine neue Bezeichnung für Bücher dieses Genres: Chick-lit (Hühnchenliteratur). Feministinnen möchten den Erfinder dieses Wortes wohl gerne mit ihren Highheels abstechen. Meine Meinung dazu: ich bin bekennende Chick-Lit-erin 😉 Sehe hier keinen Grund mich beleidigt zu fühlen, wenn man mich, oder mein Schreiben als Hühnchen bezeichnen würde. Ist lecker, gut für die Figur und pflegeleicht…und ärgert man das Chick dann pickt es einen mit dem spitzen Schnabel 🙂

„Anleitung zum Entlieben“ (Originaltext aus dem Buch)

Es war Liebe auf den ersten Blick. Leider nur bei ihr. Doch was nicht ist, kann ja noch werden. Solange sind sie Freunde. Freunde, die miteinander schlafen: Lapared und 119, zwei kauzige Grossstadtsingles jenseits der Dreissig. Und ihre „Freundschaft plus“ dauert schon zwei Jahre.

Beim ersten gemeinsamen Urlaub geht sie baden. Lapared will aufhören, 119 zu lieben. Sie will aufhören, zu kämpfen, zu hoffen und unbequeme Schlüpfer zu tragen. Sie will einen Mann, der sie liebt, heiraten und Babys kriegen. Im Job läuft ja auch alles nicht mehr so…

Sie trennt sich. Konsequent und mustergültig. Dann zumindest, wenn man eingebildete Infarkte, Sex- & Eierlikör-Exzesse, Säuglings-Beschimpfung und Darmsanierungs-Workshops als gesunde Bestandteile einer ganz normalen Trennung zu erkennen weiss. Und nach jedem Tal folgt ein Hoch. Sie lernt Dick kennen, einen stürmischen Holländer, der durch seine Anbetung ihr Ego restauriert. Und Laurenz, den ein Hauch von Golfclub, Kreuzfahrt und Corega-Tabs umweht. Lapared entdeckt ihre Möglichkeiten. Doch gerade, als sie anfängt, sie zu geniessen, ist er auf einmal wieder da: 119 …

Der Co-Autor: Curd Rock – der auch im Buch als Curd Rock auftritt – lebt und arbeitet auf einer weissen Couch im Herzen Hamburgs.

(auf Coverbild zu sehen)

Das Buch basiert auf einen Blog, der den 1. Platz der beliebtesten Internet-Tagebücher belegt hat. 250.000 Besucher, und ich, können nicht irren 😉

Die Nachfolger, „Entlieben für Fortgeschrittene“ und „der beste zum schluss“ stehen dem 1. Teil weder in Unterhaltung noch in Mega-Lachern nach.

Erika und ich können euch diese drei Taschenbücher (erschienen im Ullstein Verlag) à jeweils plus-minus 350 Seiten absolut wärmstens empfehlen, wenn ihr Lust habt wenig zu denken und viel zu lachen (wer will das nicht?).

Viel Spass und sagt mir, ob ihr euch auch fast in die Hosen gepinkelt habt beim lesen 😀