Ich glaub es geht schon wieder los…..

IMG_20180215_093201

Hier sind wir wieder mal, Erika und ich mit ner Menge gepackter Kisten unterm Arsch 🙂 Bevor jetzt alle in Hysterie ausbrechen und, ich kann schon die entsetzten Schreie hören: „oh nein was tut sie jetzt schon wieder?“ rufen: ENTWARNUNG. Ich habe nicht, zum 4. Mal, ein Fährticket auf eine der, trotz allem, sehr schönen Baleareninseln gekauft um dort wieder den Sommer kellnernd und schwitzend am Strand zu verbringen (wobei ich mich, je weiter es wegrückt, sehr gerne daran zurückerinnere). Auch das Neuseelandticket ist noch in weiter Ferne und nachdem ich mich an die Schweizer Preise für Gemüsebrühe, Ariel und Arztbesuche fast schon gewöhnt habe würde ich in Deutschland sicherlich mit dem Geld nur so um mich werfen, weil ich immer das Gefühl hätte „alles so billig, ich muss es kaufen“, also bleibe ich besser hier 🙂

Manuel, Erika, Rolf-Simon und ich ziehen lediglich ins Nachbardorf (wenn ich das so lese klingt das echt spiessig* und, für meine Verhältnisse, normal) 🙂  Wer mich kennt weiss das mein Umzugsmotto lautet: was nicht in den Clio passt kann nicht mit. Dieses Mal klappt das nicht so ganz (wobei alles auf dem Foto passt schonmal in 4-5 Clio-Touren). Das wird jetzt mal ein richtiger Umzug mit schrauben, bohren, hämmern, Lampen auf- und abhängen, Umzugshelfern (alle Rückenkrank aber man bohrt ja nicht mit dem Rücken) und Umzugsverpflegung (einschliesslich handgeschleuderten Salatblättern auf dem Sandwich). Vielleicht sollte ich mir vorher eine Packung Allergietabletten kaufen damit ich mich, um einen Nervenzusammenbruch zu verhindern, einfach betrinken kann.

Bei Kaffee und Müsli habe ich eben mal durchgezählt wo (oder bei wem) ich schon gewohnt habe. Ich bin auf -/+45 gekommen, wovon 10 offizielle Wohnungen mit Mietvertrag (von mir unterschrieben) und sogar ein paar Möbeln waren. 7 der Wohnsitze waren schon in meiner Kindheit, daran bin ich unschuldig (ja das Umziehen ist ein Gen das eben auch vererbt wird). 16-mal habe ich bei jemandem gewohnt (weil derjenige da schon gewohnt hat, weil ich mal ne Weile dort unterkommen konnte, weil ich gerade auf der Durchreise war, weil das Leben es so vorhergesehen hatte, weil ich planlos war wohin ich als Nächstes wollte…). 7 meiner 45 Unterkünfte waren WGs, die grösste davon in St. Moritz: 7 Leute in 6 Zimmern ohne Küche, 1 Bad und der Flur war das Wohnzimmer (Willkommen in der Hotellerie), 6 waren Saisonunterkünfte die entweder zum Job gehörten oder durch den Job zustande kamen. Dann gab es noch ein paar Handschlag-Unterkünfte ohne Vertrag und, was ich auch dazuzählen sollte da die Kisten ebenfalls gepackt waren, eine Wohnung die ich am Tag der Schlüsselübergabe abgesagt habe (zum Glück haben es die Vermieter mit Humor genommen und mir ne gute Reise gewünscht). Überall wo ich ausgezogen bin habe ich was hinterlassen, so sind jetzt einige Haushalte reicher an Messern, Tassen oder Handtüchern (oder buntem Papier). Andere haben mir meine Möbel zu Spottpreisen abgekauft, da ich sie sowieso nicht hätte ab- und wieder aufbauen können, oder ich habe schlichtweg was vergessen (ich suche noch immer meine dunkelgrüne Jeansjacke, wobei ich sicherlich rausgewachsen bin zwischenzeitlich… und ERNIE – der Star meiner ersten Wohnung und ständiger Beifahrer in meinem ersten Auto, der ist auch verschwunden). In so manchen Kellern oder unter Dächern stehen noch gepackte Kartons von mir, die am Ende nicht in den Clio gepasst haben: Leute, werft es weg ich brauche es sicherlich nicht mehr (ausser irgendwo ist Ernie drin der die Jeansjacke an hat). Ach und Tina, bei dir liegt noch mein Neuseelandrucksack – den nehme ich dann mal mit wenn ich zum ersten Mal bei euch im Hofladen auf Shoppingtour gehe 🙂

Ich sollte mal ein paar Geschichten aufschreiben zu all diesen, oft seeehr lustig entstandenen, Wohnsituationen. Womit ich jetzt aber schon mal anfangen kann ist DANKE zu sagen an alle die mich mal aufgenommen haben, die mich als Untermieterin, Mitbewohnerin, Zwischenmieterin oder Lebensabschnittspartnerin hatten und mit denen ich lustige Stunden bei Kaffee, Keksen, Chips und Pizza am Küchentisch hatte.

 

Alle die denken, Rückenschmerzen kämen von billigen Matratzen oder wenn man versehentlich aufm Sofa einschläft lasst euch gesagt sein: NÖ 😉

Sollte jemand Wünsche haben, zu der ein oder anderen Geschichte – lasst es mich wissen. Alle die sich an die Ernie-Zeiten erinnern und einen Abzug ihres Fotos möchten, meldet euch ebenfalls (ich hatte in meiner ersten eigenen Wohnung so viel Besuch und das obwohl es nur 3 Stühle und ein 2-Sitzer Sofa gab – Einlassregel: ein Foto mit Ernie) 🙂

Ach ja, eine witzige Sache noch zum Abschluss: in der allerersten Wohnung (also 1980) habe ich tatsächlich noch ein 2. Mal gewohnt (im gleichen Zimmer, leider war ich aus dem Bettchen aber rausgewachsen). Vielleicht mache ich mal bei Google Maps eine „von-oben-Ansicht“ meiner Wohnorte, das wäre noch lustig.

Wenn also jemand nächste Woche am Samstag in der Gegend ist, am besten jemand der sich fühlt als könne er Bäume ausreissen, ist er gerne eingeladen ein Sofa und einen Grill in den 3. Stock zu tragen. Letzte Information zum Länderverständnis D-CH: umziehen in der Schweiz macht nur halb so viel Spass denn es gibt kein BESENREIN. Hier herrscht das Prinzip von PICOBELLO (bis zum Briefkasten) 🙂 Ich stell mir besser schon den Tequila kalt *hossa-und-oleee*

 

* spießig (unter Anderem) schreibt man mit ß aber als schritt meiner Integration in die Schweiz habe ich mir angewöhnt alles ß durch ss zu ersetzen – ist das schon jemandem aufgefallen? 😉

Mich interessiert deine Meinung, also los!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s